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Der Culturizer und ich: Liebesbeziehung mit Happy End

07Der Kulturbegriff und die Beschäftigung mit dem Thema Kultur ist tatsächlich ein Teil meiner persönlichen Geschichte. Als Student der Kulturpädagogik und der Kulturwissenschaften war das Thema allerdings sehr-sehr akademisch geprägt. Als Musiker und Autor habe ich Kultur dann im klassischen Sinne „ausgeübt“ und verbreitet. Daher war mein Verständnis von Kultur auch immer eher „klischeehaft“ konnotiert: irgendetwas zwischen regionalen Kochgewohnheiten, Bräuchen und Riten ferner Länder, viel zu langen Opern, abstrakter Malerei und der Verwaltung von hoch subventionierten Kultureinrichtungen. Das war so und das blieb so. Bis ich im Sommer 2017 das erste Mal Georg Wolfgang traf.

Ralph Suda

 

Wie ich beim Culturizer gelandet bin

Als Berater und Coach hatte ich über ComTeam in Gmund den Auftrag erhalten, die Idee des Culturizer in ein tragfähiges Businessmodell zu übersetzen und – gemeinsam mit Georg, Jürgen und Lorenz von ComTeam – das richtige Setup für die Gründung einer Culturizer GmbH zu entwickeln. Dabei ging es erst einmal gar nicht inhaltlich um das Thema Unternehmenskultur, sondern – ganz unromantisch – um die Frage, wie man ein digitales B2B-SaaS Tool im Markt erfolgreich macht.

 

Ich hatte von Anfang an ein gutes „Bauchgefühl“ mit dem Culturizer und das hatte vor allem zwei Gründe. Erstens: Das Prinzip des Culturizer beruht auf einem im Markt bereits erfolgreich verprobten analogen Tool, dem Kulturprofil-Indikator. Proof of concept also. Und zweitens: Georg als Gründer und Geschäftsführer in spe, ein hochtalentierter, intelligenter und empathischer Branchen-Experte. Ich hatte also sozusagen erfolgreich meine persönlichen „Big Two“ verprobt: Ein überzeugendes Geschäftsmodell trifft auf einen talentierten Gründer.

 

Was mir allerdings zunächst etwas rätselhaft blieb, war die Frage nach Markt und Marktgröße. Da ließ ich mich beruhigen durch die „analoge“ Vorgeschichte des Culturizer: Wenn der Kulturprofil-Indikator so erfolgreich war, dann muss es ja einen Markt für dieses Thema Unternehmenskultur geben. Blieb also eine letzte Frage im Raum stehen: Was ist das eigentlich – Unternehmenskultur? Wozu braucht man das? Wie misst man das? Was ist gut, was ist schlecht?

Kulturarbeit in Unternehmen mit dem Culturizer

Wo ich jetzt stehe

Wir haben dann gemeinsam bis ins Frühjahr 2018 in sehr intensiven Sessions die digitale Idee des Culturizer weiterentwickelt. Neben dem Produkt selbst, also der Konzeption und Programmierung der Software, ging es um weitere Themen wie Preisgestaltung, Marketing, Umsatzplanung, Finanzierung und die passende Gesellschaftsform. Aber eben auch immer wieder inhaltlich um das Thema Unternehmenskultur. Ich war jetzt, Anfang 2018 deutlich schlauer, was das Thema anbelangt und konnte Wichtigkeit und Kerndefinition ungefähr greifen. Und ich wurde immer neugieriger.

 

Im Frühjahr 2018 wurde dann gegründet und eigentlich war mein Weg zu Ende: Mission accomplished halt. Als Startup-Mentor und Gründerberater ist es mir oft ähnlich gegangen, wie in meiner Karriere als Musikproduzent. Tief im Thema, ja, auch innerlich berührt, neugierig bei neuen Stilen, Attitüden und Protagonisten, aber eben auch immer in einem endlichen, abgeschlossenen Prozess. Fertig produziert oder erfolgreich gegründet. Und immer: Daumen gedrückt, aktiv angeschoben, mitgezittert, mitfinanziert und am Ende mitgejubelt oder mitgeweint. Und dann eben: Abhaken, raus aus dem Kopf, volle Konzentration auf das nächste Projekt.

 

Anders beim Culturizer. Ich begann auch, „Kulturarbeit“ auf einige erfolgreiche und viele gescheiterte Projekte zu beziehen und mir wurde deutlich, wie entscheidend die richtige Kultur für den Erfolg von kleinen und großen Unternehmen ist und – hieraus folgend – wie strategisch wichtig es ist, sich intensiv mit diesem Thema, Kultur, zu befassen. Ich hatte mich ja in meiner Karriere als Berater auf die „Warum“- und die „Was“-Fragen konzentriert, aber eben selten auf das „Wie“. Viel zu selten vielleicht? Das Thema selbst hatte mich jedenfalls inhaltlich so extrem bewegt, dass ich mir nicht vorstellen konnte, hier irgendwann etwas „abzuhaken“.

Ich habe dann beschlossen, den Weg mit dem Culturizer weiterzugehen. Um zu lernen, klar. Aber auch, weil ich glaube, mit meiner Erfahrung und Motivation für das Thema zum Erfolg beitragen zu können.

 

Und wie es weiter geht

Ich bin Teil des wachsenden Teams in einer sehr offenen und wertschätzenden Unternehmenskultur und spüre eine große Erfüllung dabei, ein digitales Produkt weiterzuentwickeln und zu vermarkten, das so unendlich sinnvoll ist. Gemeinsam mit Georg, Janina, Ina, David, Philip und all den anderen Menschen aus dem Culturizer Team darf ich Teil der Culturizer Geschichte sein. Ich glaube fest daran, dass unsere gemeinsame Vision eines digitalen Standard-Tools für Kulturarbeit Realität wird. Der Culturizer und ich: Für mich bereits jetzt eine Liebesbeziehung mit Happy End!

 

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Autor

Ralph Suda

Team Culturizer GmbH

Ralph ist Mitgründer der Culturizer GmbH und begleitet den Culturizer seit der ersten Stunde als Experte der Digital-Branche.