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Team-Wert: Verantwortung

Kultur in der Krise: Team-Werte, die jetzt wichtig sind

 

Wir von Culturizer fühlen uns auf vielen Ebenen von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen: als Unternehmen, als KollegInnen, als Familienangehörige, als Eltern, als MitbürgerInnen. So forschen wir nun mit vollem Engagement an Lösungen, Team-Kultur in dieser Ausnahmesituation zu stärken. Dabei geht es um mehr als „nur“ unsere Tools. Es geht um die Frage, welche Werte gerade eine besondere Rolle haben, um isolierte Homeoffice-Teams zusammen und zusammenarbeitsfähig zu halten.

 

Wir haben dazu fünf Werte identifiziert, beschrieben und für eine Reflexion im Team aufbereitet:
1. Vertrauen (erschienen am 8.4.2020)
2. Verantwortung. Darum geht es heute.
3. Entwicklung (erschienen am 28.4.2020)
4. Stabilität (erscheint am 5.5.2020)
5. Kommunikation (erscheint am 12.5.2020)

 

Mit Verantwortung durch die Krise

 

Verantwortung. Ein großes Wort mit großer Wirkung auf unser tägliches Zusammenleben. Der Duden sagt, Verantwortung ist „eine mit einer bestimmten Aufgabe, einer bestimmten Stellung verbundene Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass (innerhalb eines bestimmten Rahmens) alles einen möglichst guten Verlauf nimmt, das jeweils Notwendige und Richtige getan wird und möglichst kein Schaden entsteht“.

 

Klingt ein wenig sperrig, um etwas Konkretes für sich daraus abzuleiten. Muss man vielleicht auch nicht. Denn seit Corona wird „Verantwortung“ auf natürliche Art und Weise von vielen Menschen ganz pragmatisch in die Tat umgesetzt. Manch einer oder eine bringt den älteren Nachbarn etwas vom Supermarkt mit, weil für diese das Risiko zu groß ist sich beim täglichen Einkauf anzustecken. Andere wiederum kümmern sich neben ihrem full-time Job um die zu Hause sitzenden Kinder. Und wieder andere schauen hilfsbereit auf die KollegInnen und sehen, wo sie helfen können.

 

Durch solch konkrete Handlungen bekommen wir eine Idee vom Pragmatismus, der in diesem Wort steckt. Wäre das nicht eine tolle Gelegenheit, verantwortungsbewusstes Handeln zu trainieren und in der Zeit nach Corona fortzuführen?

 

Wir bei Culturizer haben uns Gedanken darüber gemacht, wie wir diese Frage aufgreifen und Menschen und Organisationen in der aktuellen Situation (und der Zeit danach) sinnvoll unterstützen können. In diesem Artikel beschreibe ich zwei von vier Handlungsbereiche, die wir auch in unserem neuen Tool VALUES abbilden und in denen wir ganz aktuell Verantwortung bewusst wahrnehmen und für die Zukunft trainieren können. Alles getreu dem Motto: Think big, start small!

 

Mit Informationen verantwortungsbewusst umgehen

Eine Fülle von Informationen konfrontiert uns täglich, im Privaten wie im Job. Manche dieser Information suchen und recherchieren wir aktiv. Wie wird das Wetter? Welche Termine stehen diese Woche an? Was hat Trump heute getwittert? Welche Neuigkeiten gibt es im Freundes-, Bekannten- oder im Kollegenkreis? Zusätzlich nehmen wir jedoch eine Unmenge an weiteren relevanten und irrelevanten Informationen auf, ob wir wollen oder nicht. Entscheidend ist aber vor allem, wie wir Informationen bewerten und weitergeben. Denn zu Zeiten von Corona können falsche Informationen auch zu Panik oder falschem Verhalten führen.

 

 

So werden die Menschen in Kanada informiert. (…) Atmen Sie tief ein und halten Sie den Atem für mehr als 10 Sekunden an. Diesen Kettenbrief (Screenshot) zum Beispiel habe ich selbst per WhatsApp von zwei meiner Kontakte erhalten. Die aktuelle Unsicherheit verleitet dazu, alles was man irgendwie mitbekommt, ungeprüft weiterzugeben, oft in bester Absicht, um Freunde oder Kollegen zu warnen. Doch in der Geschwindigkeit, in der sich Informationen noch schneller als das Virus ausbreiten, fehlt oft die Zeit, um alles kritisch zu prüfen. Doch könnte unkritisches und unbesonnenes Weiterleiten von Informationen, wie im obigen Beispiel, zu weiteren Infektionen oder anderem Schaden führen.

 

Doch was können wir tun, um sowohl im Privaten als auch im Job verantwortungsbewusst mit Informationen umzugehen?

➡️ Informationen auf ihre Herkunft prüfen

➡️ Quercheck anhand offizieller Quellen
➡️ Informationen nur unter Vorbehalt mit dem Umfeld (Familie, Freunde und Kollegen) diskutieren
➡️ Fake-News, Gerüchte und Kettenmails an offizielle Stellen oder im Falle von Organisationen an die zentrale Kommunikation melden

 

Zusammenhalt bewusst stärken

In einer Ausnahmesituation geht jeder und jede natürlich zuerst einmal auf sich und die eigenen Bedürfnisse ein. Auch ich habe mich dabei ertappt, zwei Tage früher als gewohnt meine Lebensmittel einzukaufen. Nicht viel anders läuft das im Unternehmen: Steigt das Stress-Level fokussieren wir auf die eigenen Bedürfnisse – man muss ja schließlich erst einmal selbst um die Runden kommen. Und die KollegInnen, enttäuscht von fehlender Solidarität oder gepackt von der eigenen Angst, tun unter Umständen dasselbe.

 

Das schwächt den Zusammenhalt und entzieht einander die Aufmerksamkeit. Doch gerade jetzt wäre wichtig, die Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen im Alltag oder Kollegen im Job an- und wahrzunehmen. Und zwar so:

➡️ Eigene Reflexe und Impulse (egal ob Hamsterkauf oder Absagen von Terminen) wahrnehmen und reflektieren
➡️ Verbindlichkeit zeigen und Wort halten (gegenüber der Nachbarin, sowie den Teammitgliedern, Projektpartnern oder Vorgesetzten)
➡️ Unterstützung aktiv jenen anbieten, die durch die Krise stärker beeinträchtigt werden

 

Resumé: Wir sollten verantwortungsbewusstes Handeln jetzt „trainieren“

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. All das, was wir uns heute durch kontinuierliches Tun aneignen, kann im besten Fall zur Gewohnheit werden und uns auch für die Zeit nach Corona individuell und gesellschaftlich voranbringen. Wir können den fahrlässigen Umgang mit Informationen trainieren und wenig Solidarität zeigen. Wir können diese Verhaltensweisen aber auch verantwortungsbewusst einsetzen und dadurch trainieren. Die Richtung geben wir dabei selbst vor.

 

HAPPY CULTURIZING!!! 💙

 

 

Autor

Niko Stampfl

Product Manager Culturizer GmbH

„Kultur einfach machen. Dabei helfen wir Euch!”